Metabolisches Syndrom Natürliche Fettsenkung beim metabolischen Syndrom
Das
gleichzeitige Vorhandensein verschiedener Risikofaktoren, die für
Für
einen großen Teil der ernährungsbedingten Kosten in Höhe von ca.70.000.000.000 €
(Milliarden!) pro Jahr muss ein metabolisches Syndrom und dessen
Folgekrankheiten verantwortlich gemacht werden. Die konventionelle ist meist
eine rein symptomatische Therapie: Der erhöhte Blutdruck wird mit
Antihypertensiva, der
Diabetes mellitus mit
Gewichtsreduktion – das A & O beim metabolischen Syndrom Die
wichtigste Maßnahme beim metabolischen Syndrom ist die Gewichtsreduktion. Ein
ganz hervorragendes Verfahren, um rasch Erfolge zu erzielen und alle anderen
Aspekte des metabolischen Syndroms auch günstig zu beeinflussen, ist das
Metabolisches-Syndrom -
Fettsenker aus der Schachtel,
Metabolisches-Syndrom „No sports!“ antwortete Winston Churchill auf die Frage, warum er denn so alt geworden sei. Dieses „Argument“ aller Bewegungsmuffel wollen wir uns doch einmal genauer anschauen. Nur wenige wissen, dass dieses Zitat eine der am größten Falschübersetzungen überhaupt darstellt. Haben Sie auch geglaubt „No sports!“ hieße „Kein Sport!“? Dann irren Sie sich gewaltig. Die richtige Übersetzung lautet vielmehr: „Kein Wettkampfsport!“ Dagegen wetterte der alte Churchill – gegen moderat betriebene Ausdauerbelastungen hatte er überhaupt nichts einzuwenden – ganz im Gegenteil.
Metabolisches-Syndrom Welches Medikament vereinigt die folgenden Wirkungen auf sich:
Dieses Medikament ist nicht nur ein phantastischer Gesamtcholesterin- und LDL-Senker, es bewirkt auch etwas, was andere Maßnahmen kaum können. Es führt (nach einigen Monaten) zu einer ausgeprägten HDL-Steigerung. Ich kann meinen Patienten oft schon anhand ihres Laborzettels vorlesen, wie viel sie von diesem Medikament in der letzten Zeit eingenommen haben. Dieses Medikament sollte jeder gesunde Mensch einnehmen – der Patient mit erhöhten Fettwerten sowieso. Patienten mit einem niedrigen HDL müssen es nehmen!
Metabolisches-Syndrom Wie viel Bewegung ist die richtige? Die Zeiten eines Turnvaters Jahn, in denen man nur dann Sport getrieben hatte, wenn man völlig durchgeschwitzt und auf dem Zahnfleisch nach Hause gekrochen ist, sind heute endgültig vorbei. Richtig Sport hat man dann getrieben, wenn man sich nach der körperlichen Belastung zwar etwas angestrengt fühlt, aber dasselbe Pensum noch einmal absolvieren könnte, wenn es sein müsste. Gerade wenn man Fette reduzieren will, sollte man eher zuwenig als zuviel tun – zumindest was die Intensität angeht. Hier sind die drei wichtigsten Kriterien für die „richtige“ Ausdauerbewegung zur Verbrennung der Fette: Ø Häufigkeit: Ausdauerbewegungen sollte man regelmäßig durchführen. 1x im Monat wäre zwar auch regelmäßig, aber viel zu wenig. Zwei- bis dreimal pro Woche wäre schon eine gute Trainingsfrequenz. Täglich (z.B. wenn sie Walking betreiben) wäre noch besser. Ø Dauer: Ausdauerbelastungen mit Fettverbrennung beginnen erst nach 20 Minuten. Tennis, Fußball oder Squash mögen zwar schöne Sportarten sein, zählen aber nicht zu den Ausdauersportarten und tragen daher auch nicht zur Verbesserung der Fettwerte bei. Ø Intensität: Dies ist vielleicht das wichtigste Kriterium und dasjenige, bei dem die meisten Fehler begangen werden. Die Belastungsintensität sollte moderat sein, das heißt nicht zuwenig, aber vor allem auch nicht zuviel. 50-65 % der maximalen Leistungsfähigkeit sind für die meisten Menschen die richtige Intensität.
Metabolisches-Syndrom Eine
sehr gute Methode zur Beurteilung der Trainingsleistung ist das Belastungs-EKG
(optimal wären die Spiroergometrie oder die stufenweise Belastung mit
Milchsäuremessung – beides wird in sportmedizinischen Zentren durchgeführt). Der
Arzt führt das Belastungs-EKG (meist am Fahrradergometer oder Laufband) durch,
um Sauerstoffmangel im Herzen bei verengten Herzkranzgefäßen,
Man
sollte von der maximalen Leistung die Hälfte bis zwei Drittel nehmen. Die dabei
auftretenden Frequenzen sind die richtigen Trainingsfrequenzen. Wichtig ist
dabei, dass bei der Höchstleistung keine Auffälligkeiten auftraten (z.B.
hochgradige
Eine andere, einfachere, aber nicht ganz so zuverlässige Möglichkeit der Trainingssteuerung ist die Trainingspulsbestimmung nach der Faustregel „180 minus Lebensalter“. Beispiel: Bei einem 60jährigen liegt der Trainingpuls etwa bei 180 – 60 = 120 Schlägen pro Minute.
Achtung:
Diese Regel zur Trainingssteuerung nach der Herzfrequenz stimmt natürlich nicht,
wenn man ein Medikament einnimmt, welches die Herzfrequenz beeinflusst. Das
wichtigste Medikament in diesem Zusammenhang ist der
Eine noch einfachere, aber fast immer richtige Regel ist der alte Trimm-dich-Spruch „Laufen, ohne zu schnaufen“. Wer sich also bei einer Ausdauerbelastung leicht angestrengt fühlt, aber noch das eine oder andere Wort mit Ihrem Trainingspartner wechseln kann, ohne völlig außer Puste zu geraten – der liegt in der Regel genau richtig. Bei manchen Herzkrankheiten kann das Herz allerdings schon überfordert sein, wenn noch gutes subjektives Wohlbefinden besteht (z.B. Kardiomyopathie, Z.n. Myokarditis). Leider
erlebe ich immer wieder, dass Patienten - auch und gerade Herzpatienten - nur
erfahren, dass sie regelmäßig, aber moderat Sport treiben sollten. Das ist eine
allgemeine Platitude, mit der niemand etwas anfangen kann. Richtige
Bewegungstherapie muss wie ein Rezept verordnet werden. Es sagt ja auch kein
Arzt: „Ach, nehmen Sie ab und zu mal einen
Metabolisches-Syndrom Keine Sorge: Ich will niemanden in die „Psychokiste“ stecken. Wir sollten uns aber schon ernsthaft fragen, ob es nicht auch psychische Einflüsse gibt, die den Cholesterinspiegel beeinflussen. Wir wissen heute, dass viele Krankheiten psychosomatisch sind, also einen gewissen Zusammenhang zwischen Seele und Körper aufweisen. Es gibt sogar Ärzte, die behaupten, es gäbe überhaupt keine Krankheit, die nicht auch irgendwo psychosomatisch wäre. Welchen Anteil hat aber nun die Psyche am Cholesterin? Ich sehe immer wieder Patienten, die sich streng vegetarisch ernähren und regelmäßig Ausdauersport betreiben, also schon Vieles richtig machen, und trotzdem hohe Cholesterinwerte haben. Wenn eine familiäre Hypercholesterinämie ausgeschlossen ist, dann bleibt eigentlich nur noch die Psyche übrig. Ich beobachte oft, dass solche Menschen wie das Kaninchen auf die Schlange starren, wenn es um ihren Cholesterinwert geht, oder sie innerlich stark angespannt sind oder sie einen unbewältigten Konflikt in sich tragen. Die Themen wären hier also Angst, Verkrampfung oder Konfliktbewältigung/-verarbeitung. All dies bedeutet Stress für den Organismus. Und Stress ist einer der wichtigsten Faktoren für Cholesterinerhöhung. Aus der
Grundlagenforschung wissen wir, dass es bei Anstieg der Stresshormone Adrenalin,
Noradrenalin und Kortison im Blut auch zu einem Anstieg der Fettsäuren, des
Blutzuckers und des Cholesterins kommt. Gleichzeitig regulieren die
Stresshormone die LDL-Rezeptoren an den Zellwänden herunter. Die LDL-Rezeptoren
fischen
Metabolisches-Syndrom Warum hat die Natur das so eingerichtet? Die Natur tut selten etwas, ohne dass ein Sinn dahinter steckt. Stress hat sich Laufe der Evolution aus lebensnotwendig, im wörtlichen Sinne sogar als überlebensnotwendig herausgestellt. Stress bereitet uns im Leben auf Kampf oder Flucht vor (oder wie es im Neudeutschen so schön heißt: fight or flight). Dafür benötigen wir Energie, die durch die Stoffwechselvorgänge bereitgestellt wird, die von den Stresshormonen initiiert werden. Jedes Mal, wenn wir gestresst sind, weil wir einen Streit mit dem Partner hatten, der Chef uns ungerecht behandelt hat oder ein Autofahrer uns die Vorfahrt genommen hat, dann müssten wir eigentlich einen 10.000 m-Lauf machen, um den Stress und die dadurch im Blut angehäuften Mengen von Fett und Zucker wieder abzubauen. Dies geschieht allerdings nur äußerst selten. Noch schlimmer verhält es sich bei chronischem Stress, z.B. einer juristischen Auseinandersetzung, die sich über Jahre hinzieht, einen nicht enden wollenden Streit mit der buckeligen Verwandtschaft oder Konflikte am Arbeitsplatz, die sich über lange Zeit nicht lösen lassen. Hier schwelt etwas dauerhaft. Dabei werden laufend Stresshormone freigesetzt. In der Regel merken wir noch nicht einmal den Stress, weil wir ihm ja chronisch ausgesetzt sind und wir uns scheinbar an ihn „gewöhnt“ haben. Unser Organismus hat sich aber nicht daran gewöhnt und hält nach wie vor die Stoffe für uns bereit, die wir eigentlich für Kampf oder Flucht bräuchten. Einige Beispiele sollen zeigen, wie sich Stress auf den Cholesterinwert auswirkt. In einer Studie hat man Finanzbeamten einem Zeitdruck ausgesetzt (ich wusste gar nicht, dass das geht, aber die Wissenschaftler haben es irgendwie geschafft). Die Folge: Der Cholesterinwert der Finanzbeamten stieg signifikant an. Also sollte man doch meinen, Arbeit ist ja immer mit einer gewissen Menge von Stress verbunden und damit stets unvorteilhaft. Das Beste wäre also, überhaupt nicht zu arbeiten. Weit gefehlt! In einer anderen Studie fand man heraus, dass Arbeitlose mit einem deutlichen Anstieges ihres Cholesterins reagieren. Irgendeine Arbeit zu haben, scheint also immer noch besser zu sein, als gar nichts zu tun, weil das eben noch mehr stresst. Zum Schluss noch ein Tierexperiment: Man setzte Gorillas einem sozialen Stress aus. Es ging um Rangkämpfe innerhalb der Hierarchie der Gruppe. Bei den rangniedrigeren Männchen kam es zu eine deutlichen Abfall des HDL-Cholesterins, also unseren „guten“ Schutzcholesterins. Man kann ja über die Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen trefflich streiten, ich glaube aber, dass „Rangkämpfe“ auch beim Menschen sehr häufig sind. Denken Sie an die Machtkämpfe in manchen Familien. Bestimmt die „böse“ Schwiegermutter, wo dieses Jahr Weihnachten gefeiert wird, hat Tante Herta uns wieder einmal ihren Willen aufgezwängt oder hat der Familienvater schon wieder einen Urlaub am Meer gebucht, weil er gerne segelt, die Ehefrau aber lieber einmal in die Berge möchte? Hat der Chef einem schon wieder einmal den unangenehmen Auftrag gegeben, während Kollege Müller sich immer die Rosinen herauspicken darf? Hat bei der jährlichen Vereinssitzung des Rammlervereins "Meister Lampe" wieder einmal Metzger Koslowski seine Spezis in den Vorstand drücken können, während oppositionelle Strömungen wie schon letztes Jahr abserviert wurden? Man könnte die Serie mit Parteien, Bürgerinitiativem, Kirchengemeinden etc. beliebig fortsetzen. Überall, wo Menschen zusammenkommen, geht es immer auch um Dominanzstreben und Machtausübung. Wann immer sich ein Mensch in einer solchen Situation unterlegen fühlt und gestresst oder frustriert ist, wird das gute HDL sinken. Und es gibt nur ein sicheres Mittel gegen niedriges HDL – siehe das beste Medikament - die Bewegung.
Metabolisches-Syndrom Wenn nun Stress nachgewiesenermaßen die Cholesterinwerte ungünstig beeinflusst, wie ist es dann mit dem Gegenteil? Helfen entstressende Maßnahmen tatsächlich, das Cholesterin zu senken? Auch hierzu gab es Versuche. Man hat Menschen mit erhöhtem Cholesterin zufallsmäßig in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe sollte so leben wie bisher (Kontrollgruppe). Die andere Gruppe musste (falsch: sie durfte!) täglich Yoga praktizieren. Ergebnis: Nach vier Wochen sank in der Yoga-Gruppe das Cholesterin um etwa 10 % ab – ohne Medikamente! In der Kontrollgruppe blieben die Werte selbstverständlich unverändert. Was für Yoga gilt, trifft natürlich auch für andere Entspannungsverfahren zu. Egal, ob man Yoga praktizieren, Autogenes Training betreiben oder meditieren – alles, was entspannt, wird auch das Cholesterin sinken lassen.
Der deutsche Philosoph Friedrich Christoph Oettinger sagte im 18. Jahrhundert:
„Gott
gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
Metabolisches-Syndrom -
Heilpflanzen helfen natürlich An erster Stelle möchte ich dabei die Artischocke nennen, für die in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen Senkungen zwischen 10 und 15 % beschrieben sind. Leider reicht es hier nicht aus, sich reichlich mit Artischockenböden zu ernähren. Abgesehen davon, dass es vielleicht geschmacklich auf Dauer doch etwas eintönig wäre, zu jeder Hauptmahlzeit mindestens einen Artischockenboden zu verzehren, werden die Cholesterin senkenden Inhaltsstoffe aus den Blättern gewonnen. Die in den Artischockenblättern enthaltenen Wirkstoffe wirken
Ø
antioxidativ
(schützen also Fette vor dem „Ranzigwerden“) Uns
interessieren im Zusammenhang mit erhöhten Cholesterinwerten natürlich besonders
die letzten beiden Punkte. Tatsächlich hemmt die Artischocke die
Cholesterineigensynthese qualitativ genauso wie die
Und hier gibt es nur drei Lösungen: Ezetimib, Ionenaustauscher und Ballaststoffe. Diese sind nämlich in der Lage, Cholesterin (und Gallensäuren) zu binden. An Ballaststoffe gebundene Stoffe kann der Darm aber nicht aufnehmen. Cholesterin (und Gallensäuren) verschwinden so via Villeroy & Boch aus unserem Körper. Die Einnahme eines Artischockenpräparates sollte also zweckmäßigerweise mit einer sehr ballaststoffreichen Kost (das ist ja sowieso zu empfehlen) oder sogar mit einem zusätzlichen Ballaststoffpräparat verbunden werden. In einer eigenen kontrollierten wissenschaftlichen Studie konnte nachgewiesen werden, dass man mit einem Artischockenpräparat allein eine Cholesterinsenkung von 10-15 % erzielen konnte. Die Patienten, die zusätzlich ein Ballaststoffpräparat einnahmen, kamen aber auf 15-20 %. Damit kommt man schon in Bereiche, wie sie sonst nur bei Statinen beobachtet werden können.
Metabolisches-Syndrom Als Ersatzpräparat – wenn die Artischocke nicht vertragen wird – kommt die Javanische Gelbwurz (Curcuma) in Frage. Auch Curcuma regt die Gallenproduktion und – ausschüttung an. Natürlich kann man auch reichlich mit Curcuma (z.B. in Curry enthalten) würzen – das würde man als zusätzlichen Baustein innerhalb der Ernährung sowieso empfehlen. Nicht jeder mag aber Curry zum Marmeladenbrötchen, so dass die Kapseleinnahme doch etwas zuverlässiger erscheint. Auch hier sollte man jeweils eine Kapsel etwa eine halbe Stunde vor jeder Hauptmahlzeit einnehmen.
Metabolisches-Syndrom Wenn
man mit Artischocke oder Curcuma allein noch nicht die gewünschte
Cholesterinsenkung erreicht haben, dann sollte diese Therapie durch zusätzliche
Ballaststoffgaben ergänzt werden. Prinzipiell wirken alle
Auch
hier gilt aber wieder: Die Dosis macht´s! Also bei
Wer es gern bequemer mag, kann auch ein Fertigpräparat einnehmen. Bewährt haben sich hier das Mucofalk® oder Flosa®. Auch hier gilt: Eine Portion nach jeder Hauptmahlzeit mit viel Flüssigkeit.
Literatur: Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Sagen Sie uns ruhig mal
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